Dr. Johannes Heimann

Zur Person

      

    2 Kommentare zu “Dr. Johannes Heimann”

    1. Hallo Johannes,
      Wir kennen uns ja schon von Facebook.
      Meine ersten Beobachtungen und der Verdacht auf Parkinson kamen mit dem Zittern der rechten Hand vor zirka einem Jahr.
      Mein Hausarzt meinte dann ich sollte das durch einen Neurologen abklären lassen.
      Der bestätigte nach MRT und DAT Scan die Diagnose.
      Zusätzlich überwiesen sie mich zur Uniklinik Aachen zur Absicherung der Diagnose.
      Ich habe vorher nie etwas festgestellt und keine Anzeichen erkannt nachdem was ich heute über Parkinson und dessen Symptome weiß.
      Gruß Gerd

    2. Hallo Johannes,

      ich stelle mich auch kurz vor.
      Ich heiße Marlen Kramer, bin 48 J alt und Angehörige eines Parkinsonerkrankten. Gelernt habe ich Chemielaborantin und Rettungssanitäterin, daher kenne ich mich ganz gut mit Medi´s und Erkrankungen aus. Bin aber selbst seit einiger Zeit “auf Rente”. Dazu später etwas mehr. Geht hier erst mal um meinen Mann Helmut und “seinen” Parkinson.

      Warum ich als Angehörige schreibe? Helmut schreibt nicht so gerne. Weder auf Facebook, Instagramm oder WhatsApp. Deswegen fungiere ich sozusagen als seine “Sekretärin” :-D. Aber ich finde es wichtig, über die Erkrankung Parkinson zu sprechen/schreiben, so wie Du es tust. Ein gegenseitiger Austausch hilft. Nicht nur den Betroffenen, sondern auch den Angehörigen. Denn diese leiden mit! Auch wenn sie die körperlichen und geistigen Probleme des Parkisonns nicht (immer) nachfühlen können.

      Mein Mann Helmut ist derzeit 62 J alt. Er hat 2006 (also im Alter von 47 J)die Diagnose Parkinson vom Neurologen bekommen. Bevor bei Helmut die Erkrankung diagnostiziert wurde, konnte er seinen rechten Arm nicht mehr so bewegen, wie er wollte. Der Arm hing da “irgendwie so rum”. Er hat seinen Arm dann immer in die Hosen- oder Jackentasche gesteckt. Wohl auch, damit Aussenstehende es nicht so bemerkten, das etwas mit Helmut nicht stimmt. Geruchssin war auch weg. Bis heute.

      Er hat “seinen” Parkinson gerne verdrängt. Er wollte ihn nicht. Hat sich aufgelehnt. Wie eigentlich alle anderen Parkinsonkranken
      auch. Diese Ablehnung und Verdrängung hält bis heute leider an. Ist wahrscheinlich auch dem Hintergrund geschuldet, das sein Vater ebenfalls Parkinson hatte. Helmut und ich haben das live miterlebt und den Vater auch mitgepflegt. Denn er hatte lange mit seiner Frau in Helmuts Haus in einer eigenen Wohnung gelebt, bis es gar nicht mehr ging und er in einem Pflegeheim untergebracht werden musste. Eine ganz, ganz schlimme Erfahrung für Helmut.

      Mit dieser Horrorvorstellung möchte ich niemanden erschrecken, aber es war so.

      Dazu muss ich auch erwähnen, das Helmuts Vater nie eine Parkinsonklinik von innen gesehen hat! Tabletten wurden nur über den behandelnden Neurologen zuhause verordnet. Krankengymnastik gab es wohl, aber ReHa-Sport in Bezug auf Parkinson hat der Vater nie gemacht. Warum, weshalb, wieso weiß ich leider nicht. Vielleicht war es Ablehnung, Verdrängung oder zu anstrengend/schmerzhaft.

      In Bezug auf Sport (wenn es nicht gerade Fussball Bundesliga, Formel 1 oder Handball ist) muss man Helmut leider auch immer ein bischen in den Hintern treten, damit er sich sportlich betätigt. Na ja. Ok. Er liebt auch seine Gartenarbeit.

      Nun kann man auch sagen…”was weiß die blöde Kuh schon von Parkinsnon?!? Spielt sich hier auf. Die hat die Erkrankung ja nicht! Die hat leicht reden!”….STIMMT. Ich hab kein Parkinson. Dafür bin ich seit 13 Jahren an Helmuts Seite. Pflegerisch wie organisatorisch (Behördengänge usw.). Habe wie gesagt seinen parkinsonkranken Vater miterlebt und mitgepflegt. Stelle bei Helmut Tabletten oder führe Einläufe durch (wegen Verstopfung), habe ihn 2017 bei seinem schwarzen Hautkrebs (der auch in Bezug mit Parkinson auftreten kann!, aber nicht immer auftreten muss)und 2018 bei seiner OP zur tiefen Hirnstimulation begleitet. Horror für uns beide!

      Mittlerweile schockiert oder wundert mich nichts mehr in Bezug auf Parkinson.
      Und entschuldige bitte jetzt meinen Kraftausdruck, “aber wenn ich kann, haue ich Parkinson gerne was auf die Fresse”. Manchmal gewinne ich. Manchmal gewinnt Parkinson. Für mich ist das in Ordnung.

      Ausserdem bin ich vor ca 3 Jahren an einer Krankheit erkrankt (ich habe noch keine Diagnose, trotz vieler Ärzte und Kliniken!), die u.a. das Herz, das Gehirn und das Nervensystem geschädigt hat. Deswegen weiß ich auch, was es heißt, sich nicht richtig bewegen zu können, Depressionen oder Ängste zu haben.

      Aber ich lasse mich nicht davon abbringen, etwas gegen die Unbeweglichkeit zu tun. Oder manchmal das Leben mit seinen Schönheiten zu genießen, trotz Schmerzen. So gut ich halt kann und es meine Erkrankung zulässt. Und dann versuche ich natürlich Helmut mitzureißen. Was nicht immer einfach ist.

      ABER…

      Eine wunderbare Möglichkeit ist, der dafür von Thorsten, Harry (mit Nenad aus den USA)ins Leben gerufene PingPongParkinson Deutschland, den ich vor kurzem durch Zufall im Internet entdeckt habe.

      Zuerst musste ich wegen des Namens fürchterlich lachen. Auch lachen, weil ich endlich eine Möglichkeit für Helmut gefunden hatte, Sport zu machen. Er liebt es Tischtennis zu spielen! Er spielt schon seit vielen Jahren in seiner “Stammklinik” (Elena-Paracelsus Klinik)in Kassel PingPong. Und es tut ihm immer gut. Körperlich, wie seelisch. Ihn glücklich und zufrieden zu sehen tut auch mir sehr gut und hilft die Alltagslast mit Parkinson besser zu meistern. Ich hoffe, das Helmut am “PingPong-Ball” bleibt. 😀

      Lieber Johannes,

      (und auch an alle anderen an parkinsonerkrankten Menschen und euch Angehörige). Ich möchte Dir Mut machen. Denn alle Menschen mit Parkinson sind wunderbar, haben oder machen tolle Jobs (oder sind im Ruhestand) sind megakreativ, haben Hobbies, die mich staunen lassen. Genau wie bei meinem Schätzchen Helmut :-). Und es wäre schlimm für mich und bestimmt auch für Deine Lieben, wenn Du Dich zurückziehst oder versteckst. Das brauchst Du nicht. Tu das, was Dir gut tut und Dir hilft, mit Deiner Erkrankung Parkinson besser umgehen zu können. So handhabe ich es auch bei Helmut

      Es war mir ein Bedürfnis Dir zu schreiben.

      Viele, viele Grüße. Auch an Deine Lieben.

      Marlen

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